Schieritz Schieritz war im Besitz derer von von
Schleinitz . Die von Schleinitz waren auf Schieritz die Erb-, Lehn- und Gerichtsherren seit ca. 1555 bis 1806. Das Schloss in Schieritz wurde von 1576 bis 1602 erbaut. Drei Rosen bilden das Wappen, das heute noch am Schloß zu erkennen ist. Später wechselte das Schloss öfter seinen Besitzer, u.a. gehörte es 1863 - 1868 Prinz Georg von Sachsen, dem späteren König von Sachsen. 1806 wurde das Gut an Johann Gottfried Clauss verkauft, der aber schon 1816 damit in Konkurs ging. George von Schleinitz ersteigerte am 21. Mai 1816 das Gut als Konkursmasse für 95.000 Taler. Am 30.11.1841 wurde das Gut Schieritz an den Liebenwerdaer Bürger Christian Friedrich Kunert für 72.000 Taler verkauft. Die Schleinitzer erbauten auch die Schloßmühle, ein Vierseithof aus drei Fachwerkgebäuden und einem Bruchsteinhaus. Die Mühle war bis 1960 in Betrieb.
Die St. Michaeliskirche Zehren ist die zuständige Kirche für Schieritz. Den Schleinitzern diente die Kirche bis 1841 als Patronatsloge und Grabstätte. In der Kirche befinden sich fünf Grabplatten von Angehörigen der Familie von Schleinitz, die in der Kirche begraben liegen. Die Grabplatten stammen aus der Zeit der Vorgängerkirche (1545 - 1755). Folgende Grabplatten sind zu finden:
- Denkmal des Hans von Schleinitz (1585 - 1670)
- Denkmal des Heinrich von Schleinitz (1561 - 1611)
- Denkmal eines jungen Schleinitz
- Denkmal des Hans von Schleinitz (1540 - 1613)
- Denkmal der Marie von Schleinitz geb. von Sundhausen (1545 - 1613)